Visualisierung von Prozessen
Bei der Entwicklung von Geschäftsprozessen ist es von Vorteil diese zu visualisieren. Dies bietet mehr Übersicht und hilft Fehler zu vermeiden. Im Prinzip kann diese Visualisierung auch mit Papier und Bleistift erfolgen. Allerdings stehen bereits IT-Tools zur Verfügung die das Design eines Prozesses auch gleich im Ablauf simulieren können. Damit werden Fehler schon im Design sichtbar und Prozessoptimierungen vereinfacht. Hier die Symbole aus dem Programm ADONIS. 
Adonis zählt zu den BPMS (business process management system) Tools.
Der Grundprozess wird auf einer Prozesslandkarte visualisiert. Die Klassen werden dann durch Attribute präzisiert und mittels Beziehungen in den richtigen Kontext/Ablauf gesetzt.
Im weiteren werden die Abläufe modular immer mehr detailliert und aus den verschiedenen Sichtweisen dargestellt. Damit wird der Prozess auch im Hinblick auf Zuständigkeit, benötigte Ressourcen usw. beschrieben.
Vom Suchen und Finden
Derzeit wohl einer der wesentlichsten Punkte im Umgang mit Wissen. Wer kennt das Problem abgelegte Informationen wiederzufinden nicht? Goolgel hats rechtzeitig erkannt, sich dem Problem angenommen und macht viel Geld damit.Geht jetzt schon einen Schrtitt weiter und bereitet die Menschen schon drauf vor, dass Informationen letztlich bei Google gesammelt und aufbereitet werden. Aber auch die große Suchmaschine arbeitet immer noch ohne Intelligenz nach dem Prinzip des simplen Vergleichen von Zeichen. Hier wird Rechenleistung zum wichtigsten Faktor.
In den meisten KM Systemen sind auch Suchfunktionen eingebaut. Damit ich mit diesen Suchfunktionen gut finden kann, ist es nötig bei der Eingabe die abgelegten Informationen passend zu indexieren und bei der Ausgabe nach den passenden Begriffen zu suchen. Hierbei kann mir die Maschine behilflich sein: Vorschlagen von Indexierungen basierend auf einem kontrollierten Vokabular (Taxonomie, Ontologie) oder auch die Verarbeitung chaotischer da individueller Beschlagwortung (Folksonomie) durch Visualisierung.
Es beginnt also bei der Eingabe der Informationen. Hier stellt sich die Frage der Quantität und der Qualität. Wieviel ist zu erfassen? Wie kommen die richtigen Schlagworte in die Metadaten. Kann dies rasch genug erfolgen?
Spätestens beim Prozess des Suchens taucht die andere Frage auf, wo überall gesucht werden soll. Insofern sind die Schnittstellen in KM Systemen wichtig, zum Beispiel damit externe Datenbanken ev. in die Suche mit einbezogen werden können. Insofern ist aber auch wichtig, dass die Metadatenstrukturen standardisiert sind. Nur dann sind Einbindungen einfacher möglich.
Derzeit beschäftigen sich viele Entwickler mit „Semantischen Webs“ – die Grundlage dafür ist ein kontrolliertes Vokabular, das in Ontologien mit dem semantischen Kontext versehen wird. Neben dem gezielteren Wiederfinden gesuchter Information (Steigerung der Precision ohne dass Information verlustig geht) kann das System daraus zum Beispiel auch passende Vorschläge automatisiert hinzufügen.
Open source WCMS
Die Open Source Community bietet eine Vielzahl von (W)CMS an. Ich möchte hier nur jene anführen, mit denen ich auch praktische Erfahrung habe.
Die betrieblichen Anforderungen waren:
- kollaborative Erstellung von Dokumenten (Wissensentwicklung)
- Informationsverteilung per Mail und RSS Feed (Community Support)
- Dokumentenarchivierung (Orientierung, Suche)
- Einbindung externer Datenbanken (Information retrival)
- Kommunikation nach aussen
- niedrige Einschulungszeit trotz geringer IT-Kenntnisse der MitarbeiterInnen
Typo 3 ist sicherlich primär für Kollaboration und interne/externe Kommunikation entwickelt. Dieses System bietet durch eine differenzierte Userverwaltung die Möglichkeit Inhalte gemeinsam zu erstellen und auch selektiv sichtbar zu machen. Weiters ist die Implementation von Modulen mit speziellen Funktionen möglich, wodurch u.a. Workflow automatisiert werden kann. Mehrsprachigkeit wird ebenso unterstützt wie unlimited rollback durch automatisierte Versionsspeicherung. SSL wird standardmäßig unterstützt. Ein für betriebliche Nutzung sicherlich relevanter Aspekt ist einerseits die Stabilität und auch die aktive Weiterentwicklung des Systems.
Vergleichbar komplexe Systeme sind drupal und plone .
Für einfachere Zwecke reichen auch Joomla! oder CMS Made Simple.
Content Management Systeme
„Content Management Systeme (CMS) dienen der Unterstützung von Prozessen während des Dokumentenlebenszyklus (engl. Document Life Cycle). Aufgrund ihres Einsatzgebietes können Web und Enterprise Content Managementsysteme unterschieden werden.
Web Content Management Systeme (WCMS) dienen vorrangig der Gestaltung und Verwaltung von Websites. Hingegen werden Enterprise Content Management Systeme im Intranet eingesetzt und ihr Schwerpunkt liegt auf der Erschließung aller Informationen einer Organisation.“ Quelle: Gronau, N. et al. (2005) Anwendungen und Systeme für das Wissensmanagement . Berlin S 188
Grundsätzlich zeichnen sich CMS durch die Trennung von Content,Layout und Struktur der Dokumente (Bild/Ton/Text) aus. CMS unterstützen die Erstellung/Erfassung von Dokumenten, die Strukturierung und auch die Archivierung. Der damit verbundene Workflow kann vom System automatisiert werden. Einzelne Module (Mailverteiler, Newsletter, Gruppenbildung durch Userverwaltung, Co Authoring) unterstützen die Zusammenarbeit. Durch standardisierte Schnittstellen ist die Ein- und Ausgabe des Contents von und in andere Systeme möglich.
Während die oben zitierte Gronau Studie vor allem Windows kompatible und proprietäre Systeme vorstellt möchte ich mich hier auf plattformunabhängige open source WCMS konzentrieren, die für Kleinunternehmen oder NGOs tauglich sind.Technisch bauen die von mir im weiteren zitierten WCMS auf MySQL (Datenbank) und php (Programmiersprache) auf und sind in der Nutzung und Darstellung browser- und plattfromunabhängig.
Audioaufnahmen – Audioformate
Um Tonaufnahmen digital aufzuzeichnen und abzuspielen, bedarf es eines Encoding- und Decoding-Prozesses. Dazu stehen viele Codecs mit unterschiedlicher Qualität zur Verfügung. Nach der jeweiligen Situation gilt es die optimalen Codecs und Audioformate zu wählen.
Eine unkomprimierte verlustfreie Speicherung erfordert viel Speicherplatz. Dies würde sowohl bei der Datenübermittlung als auch bei der Archivierung Probleme ergeben. Es wird daher fast immer in komprimierter Form gespeichert. Hier gilt es zu entscheiden, welche Komprimierung der Audiodaten maximal möglich ist ohne das Hörergebnis zu sehr einzuschränken. Hier ist grundsätzlich zwischen Sprach- und Musikaufzeichnungen zu unterscheiden. Auch die voraussichtlichen Endgeräte der Wiedergabe sind entscheidend. Es ist eher nicht anzunehmen, dass jemand in Dolby Surroundtechnik Radio hört. Reine Sprachaufzeichnungen wie z.B. Lesungen oder Nachrichten benötigen keine Stereoaufnahme.
Verlustfreie Aufzeichnungen erfolgen bei Windowssystemen zumeist im Wave-Format (*.wav). Für Übertragungen im Internet ist wav aufgrund der Dateigröße ungeeignet. Dafür ist derzeit das vom Frauenhofer Institut entwickelte Format mp3 am verbreitetsten. Als Nachfolgeformat wurde AAC (advanced audio coding) für höhere Klangqualität entwickelt. Als proprietäre Formate sind kommerzielle Nutzungen mit Lizenzkosten verbunden. Zudem wird schon seit einiger Zeit daran gearbeitet , Kopierschutzmodule einzuarbeiten, die dann auch das Abhören an den Lizenzerwerb bindet.
Im Land der Punguine (Linux) wird deshalb der open source-Codec für das Format ogg-vorbis (*.ogg) verwendet, das qualitativ auch mit AAC mithalten kann. Die Verbreitung wächst zusehens, da dieses Format bei vielen Computerspielen eingesetzt wird und immer mehr Player die erforderlichen Codecs als Standard einbinden.
Frequenzraten: Die aufgezeichnete Frequenzbreite bestimmt ebenfalls sowohl über Dateigröße als auch Klangqualität. Derzeit gängige Formate sind für niedrigste Qualität 16000 Hz, 22050 Hz, für brauchbare Qualität (CD) 41000 Hz.
Komprimierungsraten:Für Übertragungen im Radio oder auch für Streaming im Internet reichen Komprimierungen bei Sprachaufnahmen auf 96kbit/sec – mono bei Musik auf 128kbit/s Stereo aus. Dies erfordert bei Internetübertragung für verlustfreies Abhören jedenfalls einen Breitbandanschluss. Damit auch Übertragungen auch Personen in Gebieten mit schlechterer Internetanbindung erreichen, wird die zumeist eine zweite niedrigere Übertragungsrate angeboten.
Audio CD: Um CDs auch auf verschiedenen Ausgabegeräten lesbar zu machen, wird ein Standard benötigt. Ein solcher definiert auch die Datenstruktur für CD Player. Diese Datenstruktur und Formatisierung wird in der Praxis automatisch durch ein entsprechendes Programm hergestellt. Um die Hörqualität einer Audio CD zu erhalten, ist es empfehlenswert von möglichst unkomprimierten oder verlustfrei komprimierten Audioformaten auszugehen. Als Frequenzrate ist 41000Hz standardisiert.
Durch die nun bereits sehr hochwertigen Codecs zur Datenkomprimierung und die damit verbundene Distribution via Internet und die Entwicklung von mobilen Devices mit Speicherchips, gerät jedoch die unhandliche Audio CD zunehmend unter Druck.
Zur Audiobearbeitung für den nicht – professionellen Bereich ist das open source Programm audacity zu empfehlen.

