Henne oder Ei?
Was war zuerst: Henne oder Ei? Wissen oder IT System?
Scheinbar eh alles klar. Wissen war zuerst da. Naja nicht ganz. Denn was ist z.b. wenn jemand neu in eine Firma kommt – mit bestehendem Softwaresystem oder wenn eine neue Idee, neuer Bedarf neues Konzept entwickelt wird. Der Rechner und ev. Systeme dahinter sind schon da. Oder es benötigt die Entwicklung eines solchen Systems.
Naja also doch Henne oder Ei? Sie beeinflussen einander. IT wirkt ins Denken in die Kreativität. Sie halten grade eine der wunderbaren Werbezettel eines kleinen Unternehmens in der Hand? Wer den Softwaremarkt kennt, kann Ihnen auch gleich sagen mit welcher Software das gemacht wurde.
Das Schaubild oben entstand übrigens mit Vym – mehr dazu unter meinem Posting zu Visualisierung. Übrigens spiegelt sich die Struktur des Mindmaps oben auch in der Tagcloud des Blogs hier wieder.
Es ist jedenfalls ein entscheidender Punkt welche Kriterien und Faktoren bei der neuen Einführung eines KM Systems berücksichtigt werden und vor allem wie der Implementations-Prozess designed wird.
KM Systems – Übersicht
Quelle Grafik: Gronau, N. et al. (2005) Anwendungen und Systeme für das Wissensmanagement . Berlin S 31
Systeme sind modulare Softwarepakete, die verschiedene Funktionalitäten bündeln und für den entsprechenden Verwendungszweck zusammenführen. Für UserInnen ist die modulare Zusammensetzung oftmals nicht mehr als solche erkennbar.
Eine mögliche Kategorisierung wäre nach Gronau:
* Dokumentmanagementsysteme (DMS)
* Content Managementsysteme (CMS)
* Learning Managementsysteme (LMS)
* Groupware (GW)
* Portalsoftware
Bausteine des Wissensmanagement
Basis für die Konzeption von KM Systems sind die Bausteine des Wissensmanagements nach Probst/Raub/Romhard:
Quelle:
PROBST, G./RAUB, S./ROMHARDT, K. (1997): Ressource Wissen – Wissensmanagement für die Unternehmenspraxis (Arbeitstitel). Frankfurter Allgemeine/Gabler, Frankfurt (Main)/Wiesbaden. Zitiert in Gronau (Hrsg.) / Bahrs / Schmid: Anwendungen und Systeme für das Wissensmanagement, GITO-Verlag 2005 Berlin
Aufgaben von KM Systemen 2
Zur Unterstützung des Wissensmanagements können unterschiedliche Systeme zum Einsatz kommen. Hierbei sind insbesondere solche zu berücksichtigen, die schon in den Unternehmen und Organisationen verwendet werden. Häufig ist jedoch eine Abgrenzung der am Markt befindlichen Systeme und deren Zuordnung in eine Kategorie kaum möglich. Integrierte Wissensmanagementsysteme sollten jedoch einen möglichst großen Teil der relevanten Funktionen abdecken.
Quelle: Gronau, N. et al. (2005) Anwendungen und Systeme für das Wissensmanagement . Berlin S 29
Aufgaben von KM Systemen 1
— Ideenorientierung
Als Ideenorientierung bezeichnen die Autoren die Aspekte, die der Wissensentwicklung dienen. Hierzu gehören u. a. Kreativtechniken wie das Mind-Mapping oder Concept Mapping.
— Communication-/Community-Orientierung
Bei der Communication-/Community-Orientierung steht die Wissensteilung und -verteilung im Vordergrund. Neben der Kommunikation zwischen Wissensträgern, die zum Beispiel mit Hilfe von E-Mails, Instant Messaging oder auch als direkte Gespräche stattfinden können, spielen hier Knowledge Com-
munities eine große Rolle, denen in Form von (elektronischen)
Diskussionsforen eine geeignete Plattform geboten werden kann.
— Discovery
Discovery-Aspekte benennen unterschiedliche Möglichkeiten der Suche und sind sowohl bei der Wissensidentifikation wie zum Beispiel in Form von Yellow Pages, als auch bei der Wissensnutzung zu berücksichtigen. Sie sind ein elementarer Teil des Wissensmanagements.
— Experience Base
Die Experience Base dient der Wissensbewahrung, da in ihr die Erfahrungen der Wissensträger, zum Beispiel in Form von Best Practices oder Lessons Learned gespeichert sind.
— Visualisierung, Präsentation und Publikation
Bei der Publikation steht die Wissensverteilung im Vordergrund, während die Visualisierung und Präsentation vorrangig die Wissensnutzung fördern soll, da
hier strukturierende Hilfen angeboten werden können.
— Ideenorientierung
Als Ideenorientierung bezeichnen die Autoren die Aspekte, die der Wissensentwicklung dienen. Hierzu gehören u. a. Kreativtechniken wie das Mind-Mapping oder Concept Mapping.
— Communication-/Community-Orientierung
Bei der Communication-/Community-Orientierung steht die Wissensteilung und -verteilung im Vordergrund. Neben der Kommunikation zwischen Wissensträgern, die zum Beispiel mit Hilfe von E-Mails, Instant Messaging oder auch als direkte Gespräche stattfinden können, spielen hier Knowledge Com-
munities eine große Rolle, denen in Form von (elektronischen)
Diskussionsforen eine geeignete Plattform geboten werden kann.
– Discovery
Discovery-Aspekte benennen unterschiedliche Möglichkeiten der Suche und sind sowohl bei der Wissensidentifikation wie zum Beispiel in Form von Yellow Pages, als auch bei der Wissensnutzung zu berücksichtigen. Sie sind ein ele-
mentarer Teil des Wissensmanagements.
— Experience Base
Die Experience Base dient der Wissensbewahrung, da in ihr die Erfahrungen der Wissensträger, zum Beispiel in Form von Best Practices oder Lessons Learned gespeichert sind.
— Visualisierung, Präsentation und Publikation
Bei der Publikation steht die Wissensverteilung im Vordergrund, während die Visualisierung und Präsentation vorrangig die Wissensnutzung fördern soll, da
hier strukturierende Hilfen angeboten werden können.
— Modellierung
Die Modellierung insbesondere von Prozessen ist bei verschiedenen Bausteinen des Wissensmanagements relevant. Angefangen von der Definition der Wissensziele, über die Wissensidentifikation und Wissensverteilung, bis hin zur Wissensnutzung ist der Einsatz von Modellierungsmethoden und -werkzeugen sinnvoll.
— Dokumentenorientierung
Dokumente sind in der Regel der wichtigste Speicher für Informationen, die wiederum eine Grundlage von Wissen bilden. Somit dienen Dokumente der Wissensbewahrung und stellen einen relevanten Blickwinkel auf das Wissens-
management dar.
— Computer Supported Collaborative Work (CSCW)
CSCW beschreibt die Möglichkeiten zur Zusammenarbeit von Personen. Im Vergleich zur Communication-/Community-Orientierung ist beim CSCW die
Wissens(ver-)teilung häufig in Bezug auf die Aufgabe konkretisiert und gegebenenfalls auch formalisiert.
— Computer Supported Collaborative Learning (CSCL)
CSCL überträgt die Ansätze des CSCW in den Bereich des Lehrens und Lernens und dient somit der Umsetzung von definierten Wissenszielen und berücksichtigt dabei unterschiedliche Wissensbausteine, die Probst im inneren
Kreislauf dargestellt hat.
Quelle: Gronau, N. et al. (2005) Anwendungen und Systeme für das Wissensmanagement . Berlin S 28ff


