ELgg- Social networking
Ich suche eine Software, die ergänzend zu Stream on the Fly, moodle und wordpress die Möglichkeit zur Sozialen Vernetzung bietet und als E-Portfolio für Studierende taugt.
ELgg ist Open Source (GNU-GPL) und benötigt einen LAMP (Linux,Apache, PHP and MySQL) Server . Ellg ist auch auf SourceForge zu finden.
Deutsche Sprachversion liegt vor.
Eine informative grundlegende Beschreibung des Tools ist in Deutsch auf der Webseite von Lukas Frehner zu finden.
Bücher zu ellg hab ich nur in Englisch gefunden. Bei der oben erwähnten Seite von Frehner gibt es eine Reihe von Links zu Videotutorials auf YouTube.
Zur praktischen Probe habe ich einen Gastzugang auf http://elgg.moodleman.net/ angelegt (bergerc). Die Basics, wie Blog und Seiten anlegen ist dort möglich. Das Backend ist aber nicht zugänglich (logo).
Info über plugins bietet die ellg-Page. Ein Chat Plugin habe ich hier gefunden. Die Community dürfte also noch aktiv sein und wachsen.
ellg läuft auch in Kombination mit moodle – siehe hier. Es dürften Menschen an der moodle – Ellg Integration arbeiten- siehe eduforge und moodle.org
ELgg scheint ein einfach zu handhabendes Tool zu sein, das durchaus für E-Portfolio (Lernportfolios) tauglich ist.
Mr Wong, Del.icio.us und Co…
Social Bookmarking macht Sinn. Webseiten und Informationen durch Suchmaschinen (wie z.B. google)auffinden zu lassen ist die gängigste Art. Beim Social bookmarking suche ich zwar auch nach Schlagworten und Begriffen – allerdings stöbere ich hier in den Bookmarks (Favoriten) anderer Menschen. Die so aufgefundenen Webseiten sind einerseits oftmals auch gleich kommentiert und jedenfalls in einem sozialen Kontext gesetzt. Ich erkenne via „Tagcloud“ auf einen Blick was den Menschen noch so interessiert und da finden sich dann manchmal Übereinstimmungen. Dies wiederum macht ein Bookmark dieses Menschen für mich nochmals interessanter. Zusätzlich können Bookmarks auch in Gruppen gesammelt werden. Kombiniert mit einem kontrolliertem Vokabluar können damit auf einfachste Weise kollaborativ thematisch strukturierte Linksammlungen erstellt werden. Die eben durch die dahinterstehenden Personen auch einem Review unterzogen werden.
Eine rasche Einführung ins Thema bietet commoncraft:
Del.icio.us ist eine der größten Bookmarkplattformen. Eine Einführung in Deutsch findet sich im Blog von Andreas Kalt: Rete Mirabile.
Vor einiger Zeit hat sich im deutschen Sprachraum als Bookmarking Tool Mr Wong etabliert. Wie Mr Wong funktioniert erklärt das folgende Video:
Eines für alle?
Zuerst formen wir unsere Werkzeuge, danach formen sie uns.
Marshall Mc Luhan
Damit Mc Luhans Befürchtung nicht allzu drastische Ergebnisse zeigt, sollten die Werkzeuge gut ausgewählt werden. Hab mich ja hier schon einmal mit dem Problem beschäftigt. Ausgangspunkt war eine Anfrage einer Schule zwecks schulinterner Online Zusammenarbeit.
Was bedeutet das? Eine erste Bedarfserhebung hat ergeben, dass folgende Tasks gewünscht sind:
- Ofiizielle Nachrichten der Leitung an die Lehrer
- Archivierung der Informationen
- Gemeinsames Bearbeiten von Dokumenten
- Austausch von Arbeitsmaterialien (Files)
- Gemeinsamer Kalender
- Mailinglisten für Arbeitsgruppen und an alle TN
Der nächste Schritt wird darin bestehen, den Bedarf noch zu präzisieren und ein Pflichtenheft zu erstellen (vgl. posting Prozess IT Support).
Bedarf klingt sehr nach Groupware. Habe nun zwei open source Produkte rausgesucht und scheinbar könnte eGroupWare am besten geeignet sein. Aber zuerst mal die Konkretisierung des Bedarfes.
Visualisierung von Prozessen
Bei der Entwicklung von Geschäftsprozessen ist es von Vorteil diese zu visualisieren. Dies bietet mehr Übersicht und hilft Fehler zu vermeiden. Im Prinzip kann diese Visualisierung auch mit Papier und Bleistift erfolgen. Allerdings stehen bereits IT-Tools zur Verfügung die das Design eines Prozesses auch gleich im Ablauf simulieren können. Damit werden Fehler schon im Design sichtbar und Prozessoptimierungen vereinfacht. Hier die Symbole aus dem Programm ADONIS. 
Adonis zählt zu den BPMS (business process management system) Tools.
Der Grundprozess wird auf einer Prozesslandkarte visualisiert. Die Klassen werden dann durch Attribute präzisiert und mittels Beziehungen in den richtigen Kontext/Ablauf gesetzt.
Im weiteren werden die Abläufe modular immer mehr detailliert und aus den verschiedenen Sichtweisen dargestellt. Damit wird der Prozess auch im Hinblick auf Zuständigkeit, benötigte Ressourcen usw. beschrieben.
Vom Suchen und Finden
Derzeit wohl einer der wesentlichsten Punkte im Umgang mit Wissen. Wer kennt das Problem abgelegte Informationen wiederzufinden nicht? Goolgel hats rechtzeitig erkannt, sich dem Problem angenommen und macht viel Geld damit.Geht jetzt schon einen Schrtitt weiter und bereitet die Menschen schon drauf vor, dass Informationen letztlich bei Google gesammelt und aufbereitet werden. Aber auch die große Suchmaschine arbeitet immer noch ohne Intelligenz nach dem Prinzip des simplen Vergleichen von Zeichen. Hier wird Rechenleistung zum wichtigsten Faktor.
In den meisten KM Systemen sind auch Suchfunktionen eingebaut. Damit ich mit diesen Suchfunktionen gut finden kann, ist es nötig bei der Eingabe die abgelegten Informationen passend zu indexieren und bei der Ausgabe nach den passenden Begriffen zu suchen. Hierbei kann mir die Maschine behilflich sein: Vorschlagen von Indexierungen basierend auf einem kontrollierten Vokabular (Taxonomie, Ontologie) oder auch die Verarbeitung chaotischer da individueller Beschlagwortung (Folksonomie) durch Visualisierung.
Es beginnt also bei der Eingabe der Informationen. Hier stellt sich die Frage der Quantität und der Qualität. Wieviel ist zu erfassen? Wie kommen die richtigen Schlagworte in die Metadaten. Kann dies rasch genug erfolgen?
Spätestens beim Prozess des Suchens taucht die andere Frage auf, wo überall gesucht werden soll. Insofern sind die Schnittstellen in KM Systemen wichtig, zum Beispiel damit externe Datenbanken ev. in die Suche mit einbezogen werden können. Insofern ist aber auch wichtig, dass die Metadatenstrukturen standardisiert sind. Nur dann sind Einbindungen einfacher möglich.
Derzeit beschäftigen sich viele Entwickler mit „Semantischen Webs“ – die Grundlage dafür ist ein kontrolliertes Vokabular, das in Ontologien mit dem semantischen Kontext versehen wird. Neben dem gezielteren Wiederfinden gesuchter Information (Steigerung der Precision ohne dass Information verlustig geht) kann das System daraus zum Beispiel auch passende Vorschläge automatisiert hinzufügen.
Open source WCMS
Die Open Source Community bietet eine Vielzahl von (W)CMS an. Ich möchte hier nur jene anführen, mit denen ich auch praktische Erfahrung habe.
Die betrieblichen Anforderungen waren:
- kollaborative Erstellung von Dokumenten (Wissensentwicklung)
- Informationsverteilung per Mail und RSS Feed (Community Support)
- Dokumentenarchivierung (Orientierung, Suche)
- Einbindung externer Datenbanken (Information retrival)
- Kommunikation nach aussen
- niedrige Einschulungszeit trotz geringer IT-Kenntnisse der MitarbeiterInnen
Typo 3 ist sicherlich primär für Kollaboration und interne/externe Kommunikation entwickelt. Dieses System bietet durch eine differenzierte Userverwaltung die Möglichkeit Inhalte gemeinsam zu erstellen und auch selektiv sichtbar zu machen. Weiters ist die Implementation von Modulen mit speziellen Funktionen möglich, wodurch u.a. Workflow automatisiert werden kann. Mehrsprachigkeit wird ebenso unterstützt wie unlimited rollback durch automatisierte Versionsspeicherung. SSL wird standardmäßig unterstützt. Ein für betriebliche Nutzung sicherlich relevanter Aspekt ist einerseits die Stabilität und auch die aktive Weiterentwicklung des Systems.
Vergleichbar komplexe Systeme sind drupal und plone .
Für einfachere Zwecke reichen auch Joomla! oder CMS Made Simple.
Content Management Systeme
„Content Management Systeme (CMS) dienen der Unterstützung von Prozessen während des Dokumentenlebenszyklus (engl. Document Life Cycle). Aufgrund ihres Einsatzgebietes können Web und Enterprise Content Managementsysteme unterschieden werden.
Web Content Management Systeme (WCMS) dienen vorrangig der Gestaltung und Verwaltung von Websites. Hingegen werden Enterprise Content Management Systeme im Intranet eingesetzt und ihr Schwerpunkt liegt auf der Erschließung aller Informationen einer Organisation.“ Quelle: Gronau, N. et al. (2005) Anwendungen und Systeme für das Wissensmanagement . Berlin S 188
Grundsätzlich zeichnen sich CMS durch die Trennung von Content,Layout und Struktur der Dokumente (Bild/Ton/Text) aus. CMS unterstützen die Erstellung/Erfassung von Dokumenten, die Strukturierung und auch die Archivierung. Der damit verbundene Workflow kann vom System automatisiert werden. Einzelne Module (Mailverteiler, Newsletter, Gruppenbildung durch Userverwaltung, Co Authoring) unterstützen die Zusammenarbeit. Durch standardisierte Schnittstellen ist die Ein- und Ausgabe des Contents von und in andere Systeme möglich.
Während die oben zitierte Gronau Studie vor allem Windows kompatible und proprietäre Systeme vorstellt möchte ich mich hier auf plattformunabhängige open source WCMS konzentrieren, die für Kleinunternehmen oder NGOs tauglich sind.Technisch bauen die von mir im weiteren zitierten WCMS auf MySQL (Datenbank) und php (Programmiersprache) auf und sind in der Nutzung und Darstellung browser- und plattfromunabhängig.
Vernetzung von Wissen durch Social Software
Zwischendurch mal ein Veranstaltungshinweis:
Social Software und „Web 2.0″: Semantic Wikis, Social Tagging und eLearning 2.0
eine Veranstaltung der Semantic Web School am 18.6.2007
Henne oder Ei?
Was war zuerst: Henne oder Ei? Wissen oder IT System?
Scheinbar eh alles klar. Wissen war zuerst da. Naja nicht ganz. Denn was ist z.b. wenn jemand neu in eine Firma kommt – mit bestehendem Softwaresystem oder wenn eine neue Idee, neuer Bedarf neues Konzept entwickelt wird. Der Rechner und ev. Systeme dahinter sind schon da. Oder es benötigt die Entwicklung eines solchen Systems.
Naja also doch Henne oder Ei? Sie beeinflussen einander. IT wirkt ins Denken in die Kreativität. Sie halten grade eine der wunderbaren Werbezettel eines kleinen Unternehmens in der Hand? Wer den Softwaremarkt kennt, kann Ihnen auch gleich sagen mit welcher Software das gemacht wurde.
Das Schaubild oben entstand übrigens mit Vym – mehr dazu unter meinem Posting zu Visualisierung. Übrigens spiegelt sich die Struktur des Mindmaps oben auch in der Tagcloud des Blogs hier wieder.
Es ist jedenfalls ein entscheidender Punkt welche Kriterien und Faktoren bei der neuen Einführung eines KM Systems berücksichtigt werden und vor allem wie der Implementations-Prozess designed wird.


