Open source WCMS
Die Open Source Community bietet eine Vielzahl von (W)CMS an. Ich möchte hier nur jene anführen, mit denen ich auch praktische Erfahrung habe.
Die betrieblichen Anforderungen waren:
- kollaborative Erstellung von Dokumenten (Wissensentwicklung)
- Informationsverteilung per Mail und RSS Feed (Community Support)
- Dokumentenarchivierung (Orientierung, Suche)
- Einbindung externer Datenbanken (Information retrival)
- Kommunikation nach aussen
- niedrige Einschulungszeit trotz geringer IT-Kenntnisse der MitarbeiterInnen
Typo 3 ist sicherlich primär für Kollaboration und interne/externe Kommunikation entwickelt. Dieses System bietet durch eine differenzierte Userverwaltung die Möglichkeit Inhalte gemeinsam zu erstellen und auch selektiv sichtbar zu machen. Weiters ist die Implementation von Modulen mit speziellen Funktionen möglich, wodurch u.a. Workflow automatisiert werden kann. Mehrsprachigkeit wird ebenso unterstützt wie unlimited rollback durch automatisierte Versionsspeicherung. SSL wird standardmäßig unterstützt. Ein für betriebliche Nutzung sicherlich relevanter Aspekt ist einerseits die Stabilität und auch die aktive Weiterentwicklung des Systems.
Vergleichbar komplexe Systeme sind drupal und plone .
Für einfachere Zwecke reichen auch Joomla! oder CMS Made Simple.
Content Management Systeme
„Content Management Systeme (CMS) dienen der Unterstützung von Prozessen während des Dokumentenlebenszyklus (engl. Document Life Cycle). Aufgrund ihres Einsatzgebietes können Web und Enterprise Content Managementsysteme unterschieden werden.
Web Content Management Systeme (WCMS) dienen vorrangig der Gestaltung und Verwaltung von Websites. Hingegen werden Enterprise Content Management Systeme im Intranet eingesetzt und ihr Schwerpunkt liegt auf der Erschließung aller Informationen einer Organisation.“ Quelle: Gronau, N. et al. (2005) Anwendungen und Systeme für das Wissensmanagement . Berlin S 188
Grundsätzlich zeichnen sich CMS durch die Trennung von Content,Layout und Struktur der Dokumente (Bild/Ton/Text) aus. CMS unterstützen die Erstellung/Erfassung von Dokumenten, die Strukturierung und auch die Archivierung. Der damit verbundene Workflow kann vom System automatisiert werden. Einzelne Module (Mailverteiler, Newsletter, Gruppenbildung durch Userverwaltung, Co Authoring) unterstützen die Zusammenarbeit. Durch standardisierte Schnittstellen ist die Ein- und Ausgabe des Contents von und in andere Systeme möglich.
Während die oben zitierte Gronau Studie vor allem Windows kompatible und proprietäre Systeme vorstellt möchte ich mich hier auf plattformunabhängige open source WCMS konzentrieren, die für Kleinunternehmen oder NGOs tauglich sind.Technisch bauen die von mir im weiteren zitierten WCMS auf MySQL (Datenbank) und php (Programmiersprache) auf und sind in der Nutzung und Darstellung browser- und plattfromunabhängig.
