Vom Suchen und Finden
Derzeit wohl einer der wesentlichsten Punkte im Umgang mit Wissen. Wer kennt das Problem abgelegte Informationen wiederzufinden nicht? Goolgel hats rechtzeitig erkannt, sich dem Problem angenommen und macht viel Geld damit.Geht jetzt schon einen Schrtitt weiter und bereitet die Menschen schon drauf vor, dass Informationen letztlich bei Google gesammelt und aufbereitet werden. Aber auch die große Suchmaschine arbeitet immer noch ohne Intelligenz nach dem Prinzip des simplen Vergleichen von Zeichen. Hier wird Rechenleistung zum wichtigsten Faktor.
In den meisten KM Systemen sind auch Suchfunktionen eingebaut. Damit ich mit diesen Suchfunktionen gut finden kann, ist es nötig bei der Eingabe die abgelegten Informationen passend zu indexieren und bei der Ausgabe nach den passenden Begriffen zu suchen. Hierbei kann mir die Maschine behilflich sein: Vorschlagen von Indexierungen basierend auf einem kontrollierten Vokabular (Taxonomie, Ontologie) oder auch die Verarbeitung chaotischer da individueller Beschlagwortung (Folksonomie) durch Visualisierung.
Es beginnt also bei der Eingabe der Informationen. Hier stellt sich die Frage der Quantität und der Qualität. Wieviel ist zu erfassen? Wie kommen die richtigen Schlagworte in die Metadaten. Kann dies rasch genug erfolgen?
Spätestens beim Prozess des Suchens taucht die andere Frage auf, wo überall gesucht werden soll. Insofern sind die Schnittstellen in KM Systemen wichtig, zum Beispiel damit externe Datenbanken ev. in die Suche mit einbezogen werden können. Insofern ist aber auch wichtig, dass die Metadatenstrukturen standardisiert sind. Nur dann sind Einbindungen einfacher möglich.
Derzeit beschäftigen sich viele Entwickler mit „Semantischen Webs“ – die Grundlage dafür ist ein kontrolliertes Vokabular, das in Ontologien mit dem semantischen Kontext versehen wird. Neben dem gezielteren Wiederfinden gesuchter Information (Steigerung der Precision ohne dass Information verlustig geht) kann das System daraus zum Beispiel auch passende Vorschläge automatisiert hinzufügen.
Content Management Systeme
„Content Management Systeme (CMS) dienen der Unterstützung von Prozessen während des Dokumentenlebenszyklus (engl. Document Life Cycle). Aufgrund ihres Einsatzgebietes können Web und Enterprise Content Managementsysteme unterschieden werden.
Web Content Management Systeme (WCMS) dienen vorrangig der Gestaltung und Verwaltung von Websites. Hingegen werden Enterprise Content Management Systeme im Intranet eingesetzt und ihr Schwerpunkt liegt auf der Erschließung aller Informationen einer Organisation.“ Quelle: Gronau, N. et al. (2005) Anwendungen und Systeme für das Wissensmanagement . Berlin S 188
Grundsätzlich zeichnen sich CMS durch die Trennung von Content,Layout und Struktur der Dokumente (Bild/Ton/Text) aus. CMS unterstützen die Erstellung/Erfassung von Dokumenten, die Strukturierung und auch die Archivierung. Der damit verbundene Workflow kann vom System automatisiert werden. Einzelne Module (Mailverteiler, Newsletter, Gruppenbildung durch Userverwaltung, Co Authoring) unterstützen die Zusammenarbeit. Durch standardisierte Schnittstellen ist die Ein- und Ausgabe des Contents von und in andere Systeme möglich.
Während die oben zitierte Gronau Studie vor allem Windows kompatible und proprietäre Systeme vorstellt möchte ich mich hier auf plattformunabhängige open source WCMS konzentrieren, die für Kleinunternehmen oder NGOs tauglich sind.Technisch bauen die von mir im weiteren zitierten WCMS auf MySQL (Datenbank) und php (Programmiersprache) auf und sind in der Nutzung und Darstellung browser- und plattfromunabhängig.
