Visualisierung von Prozessen
Bei der Entwicklung von Geschäftsprozessen ist es von Vorteil diese zu visualisieren. Dies bietet mehr Übersicht und hilft Fehler zu vermeiden. Im Prinzip kann diese Visualisierung auch mit Papier und Bleistift erfolgen. Allerdings stehen bereits IT-Tools zur Verfügung die das Design eines Prozesses auch gleich im Ablauf simulieren können. Damit werden Fehler schon im Design sichtbar und Prozessoptimierungen vereinfacht. Hier die Symbole aus dem Programm ADONIS. 
Adonis zählt zu den BPMS (business process management system) Tools.
Der Grundprozess wird auf einer Prozesslandkarte visualisiert. Die Klassen werden dann durch Attribute präzisiert und mittels Beziehungen in den richtigen Kontext/Ablauf gesetzt.
Im weiteren werden die Abläufe modular immer mehr detailliert und aus den verschiedenen Sichtweisen dargestellt. Damit wird der Prozess auch im Hinblick auf Zuständigkeit, benötigte Ressourcen usw. beschrieben.
Content Management Systeme
„Content Management Systeme (CMS) dienen der Unterstützung von Prozessen während des Dokumentenlebenszyklus (engl. Document Life Cycle). Aufgrund ihres Einsatzgebietes können Web und Enterprise Content Managementsysteme unterschieden werden.
Web Content Management Systeme (WCMS) dienen vorrangig der Gestaltung und Verwaltung von Websites. Hingegen werden Enterprise Content Management Systeme im Intranet eingesetzt und ihr Schwerpunkt liegt auf der Erschließung aller Informationen einer Organisation.“ Quelle: Gronau, N. et al. (2005) Anwendungen und Systeme für das Wissensmanagement . Berlin S 188
Grundsätzlich zeichnen sich CMS durch die Trennung von Content,Layout und Struktur der Dokumente (Bild/Ton/Text) aus. CMS unterstützen die Erstellung/Erfassung von Dokumenten, die Strukturierung und auch die Archivierung. Der damit verbundene Workflow kann vom System automatisiert werden. Einzelne Module (Mailverteiler, Newsletter, Gruppenbildung durch Userverwaltung, Co Authoring) unterstützen die Zusammenarbeit. Durch standardisierte Schnittstellen ist die Ein- und Ausgabe des Contents von und in andere Systeme möglich.
Während die oben zitierte Gronau Studie vor allem Windows kompatible und proprietäre Systeme vorstellt möchte ich mich hier auf plattformunabhängige open source WCMS konzentrieren, die für Kleinunternehmen oder NGOs tauglich sind.Technisch bauen die von mir im weiteren zitierten WCMS auf MySQL (Datenbank) und php (Programmiersprache) auf und sind in der Nutzung und Darstellung browser- und plattfromunabhängig.
Aufgaben von KM Systemen 2
Zur Unterstützung des Wissensmanagements können unterschiedliche Systeme zum Einsatz kommen. Hierbei sind insbesondere solche zu berücksichtigen, die schon in den Unternehmen und Organisationen verwendet werden. Häufig ist jedoch eine Abgrenzung der am Markt befindlichen Systeme und deren Zuordnung in eine Kategorie kaum möglich. Integrierte Wissensmanagementsysteme sollten jedoch einen möglichst großen Teil der relevanten Funktionen abdecken.
Quelle: Gronau, N. et al. (2005) Anwendungen und Systeme für das Wissensmanagement . Berlin S 29
Social Software für Arbeitsgemeinschaften im Schulbereich?
Die Schule hinkt hinter der allgemeinen Internet – Entwicklung her, stellte Werner Stangl (2000)fest. Dies liegt jedoch weniger an der Hardware Ausstattung sondern vielmehr an den fehlenden Rahmenbedingungen (u.a. Veränderung der Lernorte Schule und Klassenzimmer, Ausweitung der Fortbildungsangebote für LehrerInnen, Einschränkung des Internetzugangs durch Firewalls und Software Filter). Durch die kontinuierlich steigende Anzahl von Internetanschlüssen im privaten Bereich ist die private Nutzung des Internets durch SchülerInnen und Lehrerinnen (mpfs 2006 S29ff, BIMEZ 2007) gestiegen. Dabei werden Webseiten nicht nur passiv aufgerufen, sondern Online Kommunikationsmittel durchaus auch aktiv verwendet. Chatten, aber auch die Beteiligung an Foren oder auch das gemeinsame Online Spielen ist unter Jugendlichen zunehmend beliebt (vgl. BIMEZ 2007). Sieht man Alltagserfahrungen von Lernenden und Lehrernden als ein schulisches Handeln zumindest mit beeinflussendes Moment an, so ist die Institution Schule herausgefordert auch jene Distributionskanäle des Internets, die auf Vernetzung und bidirektionaler Kommunikation aufbauen, aufzugreifen und im Unterricht praktisch zu nutzen. Dieser Herausforderung wird in der LehrerInnenfortbildung für die Wiener PflichtschullehrerInnen zwar zögerlich aber doch durch entsprechende Lehrveranstaltungen begegnet.Kollaboratives E-learning, Erfahrungsaustausch in Online Communities, die Nutzung von aber auch die Beteiligung an Webinitiativen wie Wikipedia – diese Entwicklungen sind auch an den LehrerInnen nicht spurlos vorüber gegangen (vgl. u.a. Wikipedia 2007c). Allmählich beginnen diese zumeist im privaten Bereich gemachten Kommunikationserfahrungen auch in die berufliche Ebene – den Unterricht einzudringen. Eine Entwicklung, die sich in den Einreichungen zu Medienpreisen und Online Projekten im Schulbereich widerspiegelt (vgl. Media Literacy Award1 oder „bridging the digital devide“2).
Seit 1996 existiert in Wien das medienpädagogische Projekt der “wiener radiobande”. Im Rahmen des Projektes erstellen SchülerInnen mit Unterstützung ihrer LehrerInnen Radiosendungen, die am Wiener Lokalsender “orange 94.0″ on air gebracht werden und on demand abrufbar sind. Die aktive Medienarbeit bildet gleichzeitig einen Ausgangspunkt für reflektierende medienpädagogische Unterrichtsarbeit. Die Produktion von Radiosendungen in der Schulklasse führt u.a. zur Erörterung der Produktionsbedingungen, der Kommunikationskanäle, der Rezeptionsbedingungen von Medienprodukten, der Medienanalyse der eigenen Produktionen und auch der Medienlandschaft (vgl. u.a. Bloech et a. 2005, Berger 2003). Die entstandenen Produktionen sind als Unterrichtsmittel geeignet und werden als solche auch genutzt. Die Entwicklung des Projektes beruht einerseits auf der Unterstützung der Stadt Wien und des Stadtschulrates für Wien und andererseits auf der ARGE „wiener radiobande“, die sich bei der Umsetzung des Projektes entwickelte. Die meisten der beim Start des Projektes beteiligten LehrerInnen sind derzeit (2007) noch immer in der ARGE aktiv. Ihre bei der Arbeit gemachten Erfahrungen sind nur punktuell dokumentiert und daher nur in geringem Maße für neue InteressentInnen verfügbar. Die Erfahrungen der im Projekt beteiligten SchülerInnen sind nicht zugänglich dokumentiert.
In meiner Diplomarbeit versuche ich Möglichkeiten aufzuzeigen, die Social Software zur Unterstützung von Wissensgemeinschaften (Communities of Practice) im Pflichtschulbereich am Beispiel der ARGE „wiener radiobande“ bietet.
Um die damit zusammenhängenden Fragen zu beantworten, werden Anwendungen von Social Software, die Handlungsfelder zur Förderung von Wissensgemeinschaften sowie relevante Faktoren der Online Community Bildung mittels Literaturrecherche dargestellt, in Beziehung mit den Erfahrungen und Erwartungen der ARGE „wiener radiobande“ gesetzt und daraus Handlungsfelder sowie konkrete Nutzungsmöglichkeiten für Social Software abgeleitet.
Die Diplomarbeit steht hier als download zur Verfügung und ist unter Creative Commons lizenziert und somit frei nutzbar.
Teile davon sind hier in den Ressourcen nachzulesen.
1Jährlich vom österr. Unterrichtsministerium an Schulen ausgeschriebener Preis für medienpädagogische Projekte. Siehe http://www.mediamanual.at/mediamanual/projekte/gewinner.php
2Ein Schulprojekt anlässlich des World Summit of the Information Society. Siehe dazu http://wsis.schule.at/2005/index.php?kthid=8279
Aufgaben von KM Systemen 1
— Ideenorientierung
Als Ideenorientierung bezeichnen die Autoren die Aspekte, die der Wissensentwicklung dienen. Hierzu gehören u. a. Kreativtechniken wie das Mind-Mapping oder Concept Mapping.
— Communication-/Community-Orientierung
Bei der Communication-/Community-Orientierung steht die Wissensteilung und -verteilung im Vordergrund. Neben der Kommunikation zwischen Wissensträgern, die zum Beispiel mit Hilfe von E-Mails, Instant Messaging oder auch als direkte Gespräche stattfinden können, spielen hier Knowledge Com-
munities eine große Rolle, denen in Form von (elektronischen)
Diskussionsforen eine geeignete Plattform geboten werden kann.
— Discovery
Discovery-Aspekte benennen unterschiedliche Möglichkeiten der Suche und sind sowohl bei der Wissensidentifikation wie zum Beispiel in Form von Yellow Pages, als auch bei der Wissensnutzung zu berücksichtigen. Sie sind ein elementarer Teil des Wissensmanagements.
— Experience Base
Die Experience Base dient der Wissensbewahrung, da in ihr die Erfahrungen der Wissensträger, zum Beispiel in Form von Best Practices oder Lessons Learned gespeichert sind.
— Visualisierung, Präsentation und Publikation
Bei der Publikation steht die Wissensverteilung im Vordergrund, während die Visualisierung und Präsentation vorrangig die Wissensnutzung fördern soll, da
hier strukturierende Hilfen angeboten werden können.
— Ideenorientierung
Als Ideenorientierung bezeichnen die Autoren die Aspekte, die der Wissensentwicklung dienen. Hierzu gehören u. a. Kreativtechniken wie das Mind-Mapping oder Concept Mapping.
— Communication-/Community-Orientierung
Bei der Communication-/Community-Orientierung steht die Wissensteilung und -verteilung im Vordergrund. Neben der Kommunikation zwischen Wissensträgern, die zum Beispiel mit Hilfe von E-Mails, Instant Messaging oder auch als direkte Gespräche stattfinden können, spielen hier Knowledge Com-
munities eine große Rolle, denen in Form von (elektronischen)
Diskussionsforen eine geeignete Plattform geboten werden kann.
– Discovery
Discovery-Aspekte benennen unterschiedliche Möglichkeiten der Suche und sind sowohl bei der Wissensidentifikation wie zum Beispiel in Form von Yellow Pages, als auch bei der Wissensnutzung zu berücksichtigen. Sie sind ein ele-
mentarer Teil des Wissensmanagements.
— Experience Base
Die Experience Base dient der Wissensbewahrung, da in ihr die Erfahrungen der Wissensträger, zum Beispiel in Form von Best Practices oder Lessons Learned gespeichert sind.
— Visualisierung, Präsentation und Publikation
Bei der Publikation steht die Wissensverteilung im Vordergrund, während die Visualisierung und Präsentation vorrangig die Wissensnutzung fördern soll, da
hier strukturierende Hilfen angeboten werden können.
— Modellierung
Die Modellierung insbesondere von Prozessen ist bei verschiedenen Bausteinen des Wissensmanagements relevant. Angefangen von der Definition der Wissensziele, über die Wissensidentifikation und Wissensverteilung, bis hin zur Wissensnutzung ist der Einsatz von Modellierungsmethoden und -werkzeugen sinnvoll.
— Dokumentenorientierung
Dokumente sind in der Regel der wichtigste Speicher für Informationen, die wiederum eine Grundlage von Wissen bilden. Somit dienen Dokumente der Wissensbewahrung und stellen einen relevanten Blickwinkel auf das Wissens-
management dar.
— Computer Supported Collaborative Work (CSCW)
CSCW beschreibt die Möglichkeiten zur Zusammenarbeit von Personen. Im Vergleich zur Communication-/Community-Orientierung ist beim CSCW die
Wissens(ver-)teilung häufig in Bezug auf die Aufgabe konkretisiert und gegebenenfalls auch formalisiert.
— Computer Supported Collaborative Learning (CSCL)
CSCL überträgt die Ansätze des CSCW in den Bereich des Lehrens und Lernens und dient somit der Umsetzung von definierten Wissenszielen und berücksichtigt dabei unterschiedliche Wissensbausteine, die Probst im inneren
Kreislauf dargestellt hat.
Quelle: Gronau, N. et al. (2005) Anwendungen und Systeme für das Wissensmanagement . Berlin S 28ff
Zeitersparnis durch Online Dienste
In einer im Dezember 1999 in den USA durchgeführten Repräsentativbefragung von Internet- Nutzern (N=4113) zeigte sich, dass in der Gruppe der Nutzer mit mehr als 10 Internet-Stunden pro Woche 29% weniger Zeit in Geschäften verbrachten und 21% weniger Zeit im Straßenverkehr (die Zeitersparnis wurde nicht quantifiziert), was auf virtuelle Mobilität hindeutet. (Nie&Ebring, 2000 in Döring 2002, S 426)
Dekontextualisierung
„Die Dekontextualisierung von Wissen ist erforderlich, weil die Aneignung von Wissen anschauliches Material erfordert. Damit die Dekontextualisierung durchgeführt werden kann, muss das Wissen von den Autorinnen und Autoren verstanden werden. Verstehen heißt in diesem Fall, dass mindestens die Bedeutung des Wissens für den Lernprozess erkannt wird. Da Verstehen ein nichtdeterministischer Prozess ist, kann das Vorgehen bei der Dekontextualisierung nicht exakt vorgeschrieben werden. Verstehen ist nichtderministisch, weil das Erkennen von Sinn in vorhandenem Wissen durch Subjekte, also durch Sie als Lehrende, von Vorkenntnissen, kulturellen Hintergründen etc. abhängt. Diese Sinnerkenntnis beeinflusst den Reorganisationsprozess. Insofern fließen immer zumindest ein Stück weit die persönlichen Voraussetzungen in den Dekontextualisierungsprozess ein. Durch den Einfluss der Persönlichkeit der Lehrenden wird das Wissen bei der didaktischen Aufbereitung verändert.“ Swertz 2004. Link zur Dekontextualisierung(wikipedia) von mir eingefügt.
Inwiefern hat das auch Gültigkeit bei der Online Kommunikation in der CoP, wo es doch auch darum geht, Wissen via Medien anderen zugänglich zu machen. Wird die Autorin dadurch nicht gleichzeitig zur Lehrerin? Reicht da einfach ein schirftlicher Text? Gilt es den Kontext zu erfassen ehe gepostet wird?

